
Ö1 Kulinarium
Vom Essen, Trinken und Genießen. Geschichten von Lebensmitteln - und von den Menschen, die sie erzeugen. Winzer, Gastwirte, Köche und Genusshandwerker sprechen über eine Branche, die zugleich Lebensnotwendiges und Lebensfreude produziert. Und über die Fragen, was die Qualität von Nahrungsmitteln ausmacht.
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Mohn: Kleine Körner, großer Geschmack
Mohn entfaltet sein volles Aroma, wenn die Samen gemahlen oder gequetscht werden. So wird er etwa in Mohnzelten und Strudel gefüllt. In Österreich wird Mohn vor allem im Waldviertel angebaut. Am geläufigsten ist Graumohn - nussiger Weißmohn und herber Blaumohn sind seltener zu finden. Eine Wiederholung von Juni 2024.Gestaltung: Kathrin WimmerKostnotizen: Eine Ära geht zu Ende - das Restaurant Obau

Wein für Junge
Wein hat in Österreich eine lange Tradition. Bei jungen Menschen scheint er allerdings nicht mehr ganz so selbstverständlich dazuzugehören. Wie steht die junge Generation zum Wein? Was muss ein guter Wein heute mitbringen? Und wie reagiert die heimische Weinszene auf die veränderten Trinkgewohnheiten? Antworten auf diese Fragen haben nun junge Winzerinnen und Branchenkenner, junge Weinliebhaber un

Richtig lagern, länger genießen
Herbst ist Erntezeit und die Zeit, um Geerntetes einzulagern. So lässt sich Obst und Gemüse für die kalte Jahreszeit aufbewahren, ganz ohne Gefriertruhe und Kühlschrank. Stellt sich die Frage: Was lässt sich gut einlagern und wie? Denn über die Monate verändern sich Aroma und Beschaffenheit der Vorräte. Manche Apfelsorten etwa werden mürber und süßer, Erdäpfel verlieren an Festigkeit, Karotten kön

Das Gelbe vom Ei als Dessert
Von Creme Brulee bis Pasteis de NataFür so manches Dessert lohnt es sich, die Dotter ganzer Eierkartons herauszutrennen - passende Rezepte für cremige Nachspeisen kommen aus etlichen Länderküchen. In Frankreich mischt man das Eigelb mit Zucker und Obers zur Creme Brulee, in Spanien mit Milch zur Crema Catalana, in Italien mit Weißwein zur luftigen Zabaione und in Portugal rührt man die Dotter zur

Musik zum Essen. Oder eben nicht
Musikalische Klangkulissen als Speisenbegleiter in der GastronomieRadiomusik als Dauerberieselung im Gastraum war gestern. Heute bemühen sich viele Restaurantbetreiber um eine persönliche Note. Das Spektrum reicht von vorgefertigten Playlists über analoge Mix-Tapes bis zu DJs, die zum Dinner-Menü den passenden Beat servieren. Andernorts wird - um Nerven zu sparen - lieber ganz auf Hintergrundmusik

Die Küche Oberösterreichs
Knödel, Kraut und Most"Knödel sind Oberösterreichische DNA", ist die Grieskirchner Köchin Elisabeth Grabmer überzeugt. In keinem anderen Bundesland werden Knödel so zelebriert, als Suppeneinlage, Beilage und Hauptgericht. Immerhin gilt das Bundesland zwischen Bayern und Böhmen als "Knödelreich". Daneben gehören Erdäpfel, Kraut und Schweinefleisch zu den kulinarischen Eckpfeilern der oberösterreich

Hummer und andere Krustentiere
An der kanadischen Ostküste, in Nova Scotia, beginnt im Mai die Hummersaison. Kurz darauf werden auch Schneekrabben gefangen. Täglich sind die Fischerflotten unterwegs, um die begehrten Krustentiere mit Reusen aus dem Meer zu holen. In Restaurants und privaten Haushalten kommen sie auf den Teller, der weitaus größere Teil wird industriell verarbeitet und exportiert. Auch lebende Hummer werden in a

Wagyu und Kobe. Fett und sehr fein
Der Kult um das Luxusrindfleisch japanischen UrsprungsDurch jahrhundertelange Züchtung in Japan setzen Wagyu-Rinderrassen besonders viel intramuskuläres Fett an. Zudem werden sie länger gehalten und anders gefüttert als heimische Rassen. Seit rund 20 Jahren werden solche Rinder auch in Österreich gezüchtet und in der Regel unter dem Begriff "Wagyu" vermarktet. "Kobe-Beef" ist eine geschützte Marke

Alter Käse
Die Kunst des KäsereifensJene Käse, die der Franzose Bernard Antony - in der Welt der Kulinarik gern als "Käsepapst" tituliert - an den Feinkosthandel, die Gastronomie oder auch Königshäuser liefert, haben wenig bis nichts mit der Ware zu tun, die in Plastik eingeschweißt auf Käufer wartet. Handwerklich erzeugte Käse aus qualitativ hochwertiger Milch entwickeln durch Pflege und sorgfältige Reifung

Die Pfanne ist kein Wurfobjekt
Stress, Hitze, Druck und lange Arbeitszeiten: Der Arbeitsplatz Küche verlangt einiges ab. Wer nicht konstant Qualität liefert, riskiert mitunter eine hart erarbeitete Auszeichnung. Die im März veröffentlichten Missbrauchsvorfälle rund um den dänischen Sternekoch René Redzepi zeigten auf, dass Gewalt aus den Küchen noch nicht verschwunden ist. Doch es gibt etliche Gegenbeispiele: Chefs und Chefinne

Hitzetaugliches auf dem Teller und im Glas
Heißes Klima, leichte KücheWenn die Temperaturen über die wohlig warme Zone hinaus in die schweißtreibende steigen, verändert sich der Appetit - und sinkt die Lust aufs Kochen. Melone, Gurke und andere erfrischende Zutaten haben Hochsaison.Mit den Temperaturen steigt der Bedarf nach hitzetauglichen Rezepten: Immer heißer wird es in Österreich und das immer länger. Abgesehen von Essigwurst und saur

Das Essiggurkel: Sauer, knackig, süß
Die Liebe zur kleinen GurkeKleine Gurken in ein Glas schichten, einen Essigsud samt Gewürzen darüber gießen und das Ganze kurz erhitzen – Gurken Einlegen ist keine Hexerei. Allerdings kommt es bei der Prozedur, die der Konservierung des Sommergemüses dient, auf die Details an. In welchem Verhältnis Essig, Zucker und Salz gemischt werden, welche Gurkenart etwa verwendet wird und dass das Gemüse seh

Der Geschmack der Alpen
Von Roggenmuas, Wildkräutern und geschmortem MaibockKaiserschmarren und Schlutzkrapfen sind Klassiker der Alpenküche. Doch wie schmecken Wald, Wiese und Berge abseits davon? Im Gannerhof in Osttirol spricht Unternehmer und Koch Josef Mühlmann über alpine Esskultur, regionale Produkte und darüber, wie sich auch im Unscheinbaren kulinarisches Potenzial entdecken lässt. Kräuterpädagogin Liesa Rechenb

Der Geschmack des Meeres
Buttrig, salzig, jodhaltig – wie Fische und Meeresfrüchte schmeckenWas für den einen zu sehr nach Fisch riecht oder sich im Mund zu schleimig anfühlt, ist für andere eine Delikatesse. So bunt im Aussehen, so vielfältig sind Tintenfisch, Garnele, Krabbe und Co. in Geschmack und Konsistenz. Meeresfische schmecken in der Regel intensiver als Süßwasserfische. Dem Geschmack des Meeres aber kommt wohl d

Die Melanzani - violett, weich, wandelbar
Königin der Gemüse„Die Aubergine muss man kochen können!“, sagt Lebensmittelsensorikerin Eva Derndorfer. Wie für kein anderes Gemüse gelte für sie das Motto: terrible or terrific - fürchterlich oder hervorragend; ein Dazwischen gebe es keines. Ihre nahezu grenzenlose Zubereitungsvielfalt hat der Aubergine in Indien den Titel „Königin der Gemüse“ eingebracht. Dort wurde die Feldfrucht bereits vor 4

Sauerteigbrot - in der Ruhe liegt die Kraft
Knusprig und fluffig durch jahrtausendealtes WissenSeit einigen Jahren erobern sie die Brotregale - Weizenbrote aus Sauerteig. Beim Anschneiden offenbaren die hellen Brote ihre krachende Kruste und ihr saftiges, von großen Löchern durchzogenes Inneres. Traditionell wird Sauerteig hierzulande für Roggenbrote verwendet; in den vergangenen Jahren bieten viele Bäckereien zunehmend auch helle Sauerteig

Olivenöl aus Österreich
Utopische Spinnerei oder lukrative Zukunftsvision?Franz Günther und seine Frau Sabine Haider kauften nach und nach drei Hektar Grund rund um Mörbisch, setzten mehr als 700 Olivenbäume und verlegten auch ihren Hauptwohnsitz von Amstetten dorthin. 2023 pressten sie aus ihren Oliven in Italien ihr erstes Öl. Etwas später, 2022, setzte auch der steirische Obstbauer Martin Mittendrein seine ersten Oliv

Allrounder Paprika
Edelsüß bis feurig scharfPaprika ist Chili ohne Schärfe. Süßer Paprika wurde vor knapp einhundert Jahren aus den scharfen Chilischoten entwickelt. Er gehört zu den Nachtschattengewächsen, seine Früchte verwendet man als Gemüse und Gewürz: In Letscho und Peperonata, kalt als Gazpacho oder Salat, in Öl eingelegt als Antipasto, oder gefüllt, als Creme und Sauce. Paprikapulver wird aus getrockneten ro

Die Balkanküche
Ajvar, Burek, CevapciciKaum etwas verkörpert die Küche von Kroatien bis Albanien mehr als ein Balkangrill: Über Holzkohle werden Cevapcici, Pljeskavica und Fleischspieße gegrillt. Neben dem rauchigen Aroma und der Kruste geht es dabei auch um die Geselligkeit. Dazu werden Ajvar, Schafskäse, Burek (eine gefüllte Blätterteigspezialität) und Sarma (gefüllte Weinblätter) gereicht.Im Rahmen des Ö1-Jahr

Königin des Gartens - Die Erdbeere
Kaum ein anderes Aroma "versetzt dermaßen in beinahe kindlich unbeschwerte Glückseligkeit", schreibt Margot Fischer in dem schmalen Band der "kleinen Gourmandisen" des Mandelbaum Verlags über die Erdbeere, die für viele der Inbegriff des Sommers ist. In Österreich startet die Erdbeersaison üblicherweise Ende Mai. Spätere Sorten tragen bis in den Herbst und die häufig in den Gärten anzutreffende Mo

Speiseeis: Cremig, kühl, unwiderstehlich
Auf die Balance kommt es an beim EisWas macht eigentlich eine gute Kugel Milcheis aus? Franz Steiner muss es wissen. Der Zuckerbäcker stellt seit 45 Jahren Speiseeis her, wurde 2012 Eis-Europameister, lehrt sein Handwerk an der Innung und betreibt einen Eissalon in Wien-Floridsdorf. Dort macht er Vanilleeis und zeigt, warum gutes Eis vor allem eines braucht: Balance.Lisa und Giorgio Leone wiederum

Rezepte mit (Familien-)Geschichte
Abgegriffene Hefte als Schatz für die NachkommenAlte Rezepte sind mehr als Kochanleitungen. Von so manchen Nachkommen werden die oft abgegriffenen, fleckigen Hefte mit den sorgsam oder flüchtig notierten Rezepten gehütet wie ein Schatz. Es sind Erinnerungen - und ein Blick in die Vergangenheit: Was und wie wurde früher gekocht? Welche Zutaten gab es, welche nicht? Um sie besser erforschen zu könne

Çay - mehr als nur Tee
Wenn sich der Tisch biegt beim TeetrinkenEin Glas türkischer Çay kommt selten allein: Weil es empfohlen ist, den Schwarztee nicht auf leeren Magen zu trinken, geht man gleich auf Nummer sicher und tafelt, dass sich die Tische biegen. Sarma, Manti, Künefe - es ist erst dann genug, wenn die Tischplatte kaum mehr zu sehen ist. Und mittendrin stehen die dampfenden Teegläser. Çay, das ist wie Heimat im

Cevapcici - der Balkan-Klassiker
Fleisch, Brot und rohe ZwiebelSie sind ein Stück südosteuropäischer Esskultur. Trotzdem mag es verwundern, dass die kleinen Grillröllchen aus Faschiertem namens Cevapcici auf der gesamten Balkanhalbinsel und auch hierzulande en masse verspeist werden – meist mit oder im Weißbrot, dazu etwas rohe Zwiebel und wahlweise Ajvar oder Kaymak. Von Bosnien bis Griechenland werden Familienrezepturen wie ein

Joghurt: Cremig, selbstgemacht, proteinreich
Fermentierte Milch, mehr oder weniger fettJoghurt gibt es in verschiedenen Fettstufen im Handel: Vom fettfreien Joghurt bis zum griechischen, das zehn Prozent und mehr Fett enthält oder als Skyr, mit besonders viel Protein. Joghurt wird pur gelöffelt, mit Knoblauch und Olivenöl zu Tsatsiki vermischt, als Fruchtjoghurt, Lassi oder Ayran angeboten - und es ist die Basis von vielen Gerichten, etwa in

Foodtrends - und was davon bleibt
Cake-Pop, Cronut, PistaziencroissantSüßspeisen gehen regelmäßig in sozialen Medien viral. Millionen Aufrufe sorgen für Aufmerksamkeit. Doch was davon setzt sich auch abseits digitaler Plattformen durch? Das „Kulinarium“ hat eine Bestandsaufnahme gemacht und sich in der Branche umgehört.Gestaltung: Gabriel SchafflerEine Produktion des ORF, gesendet am 17.4.2026










