
Unser Geld
Juliane Nagiller und Till Koeppel beschäftigen sich in diesem Podcast mit grundlegenden Fragen der Geldpolitik. Sie erklären die Rolle der Europäischen Zentralbank für das Geldsystem und diskutieren, wie eine zu hohe Inflation entsteht. Außerdem geht es um die Bedeutung von Schulden für die Wirtschaft und darum, ob Kryptowährungen und der digitale Euro das Bargeld langfristig verdrängen werden. Der Podcast bietet fundierte Hintergründe und Analysen zu aktuellen geldpolitischen Entwicklungen in Europa.
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Das Ende des Bargelds
Statt mit Bargeld bezahlen wir immer öfter mit Kreditkarte, paypal oder Apple Pay: Digitale Bezahlsysteme sind im Vormarsch. Die Infrastrukturen, die ihnen zugrunde liegen, bleiben aber meist im Verborgenen. Zentralbanken wollen dem entgegenwirken und entwickeln digitales Bargeld. Eine brauchbare, öffentliche Alternative?Das ist Folge 1 der 3. Staffel zum Thema "Digitale Währungen". In Ö1 gesende

Die EZB als digitale Geldgeberin
Der Trend zum digitalen Bezahlen führt zu massiven Umbrüchen in unserem Geldsystem. Er geht einher mit einer Verschiebung von "öffentlichem Bargeld" hin zu "privatem Buchgeld". Eine Machtverschiebung, der die Europäische Zentralbank entgegenwirken möchte. Mit dem digitalen Euro will sie eine staatlich gesicherte Bezahlalternative schaffen, die sicher und für alle zugänglich ist. Ein Bezahlsystem,

Eine öffentliche Bezahlinfrastruktur
Mit Bitcoin wurde 2009 die erste Kryptowährung eingeführt. Eine Währung, die heute mehr als Anlageobjekt, denn zum Bezahlen dient, die aber die Blockchain-Technologie als Basis für neue Währungs- und Bezahlsysteme etabliert hat. Auch Zentralbanken setzen auf diese Technologie, wenn sie digitale Währungen konzipieren. Die Liste der technischen Anforderungen ist lang. Ein digitales Währungssystem mu

Die Zukunft digitaler Währungen
"Wir müssen unsere Währung auf die Zukunft vorbereiten", sagte EZB-Chefin Christine Lagarde zur Einführung des digitalen Euros. Der digitale Euro ist eine CBDC (Central Bank Digital Currency). Vergleichbare Projekte werden bereits in über 130 Ländern entwickelt. Trotz unterschiedlicher Motivationen, für die Europäische Union sind die Unabhängigkeit von internationalen Zahlungsanbietern und die Wäh

Die Schuldenfalle
Die Corona-Pandemie hat den globalen Schuldenberg massiv vergrößert, die hohen Energiepreise führen zu Privatinsolvenzen und die Klimakrise verlangt Milliarden-Investitionen: Sind Schulden dringend nötig oder gefährlich? Wie viele Schulden darf ein Staat machen? Und wer bezahlt wessen Schulden? Till Koeppel und Juliane Nagiller haben in Erfahrung gebracht, welche Wege in die Schuldenfalle und wied

Die Pleitewelle
Wenn Firmen Pleite gehen, dann muss innerhalb einer Frist von 60 Tagen Insolvenz angemeldet werden. Danach bestehen zwei Möglichkeiten: Entweder die Firma eröffnet ein Konkursverfahren, das die Schließung und Verwertung des Unternehmens zur Folge hat, oder es wird ein Sanierungsverfahren eingeleitet. Im Jahr 2023 hat sich die Anzahl der Insolvenzanträge in ganz Europa und speziell in Österreich dr

Die "schwarze Null"
2023 betrugen Österreichs Schulden 350 Milliarden Euro. Hieß es während der Pandemie: "Koste es, was es wolle", wurde danach wieder eine "schwarze Null", ein ausgeglichenes Staatsbudget, angestrebt. Man könne auf Dauer nicht mehr ausgeben, als man einnimmt, heißt es dann oft. Doch ein Staatshaushalt ist nicht vergleichbar mit Privathaushalten, sondern eher mit einem Unternehmen. Der Staat nimmt Ge

Die Verteilungsfrage
Wird ein Kredit vergeben, dann wird damit auch Vertrauen ausgesprochen. Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit des anderen. Kreditbeziehungen sind daher nie rein ökonomische Beziehungen, sondern auch ein soziales Austauschverhältnis, das gesellschaftliche Strukturen und Hierarchien erzeugt. Die Schulden der einen sind das Vermögen der anderen. Wächst der Schuldenberg eines Staates, dann verdienen dara

Die Ursachen der Inflation
Der Begriff "Inflation" kommt vom lateinischen "inflatio" und meint "aufblähen" oder "aufblasen". In der modernen Wirtschaft wird mit dem Begriff die Entwertung des Geldes durch einen allgemeinen Preisanstieg beschrieben. Ein Preisanstieg allein muss aber nicht gleich eine Inflation zur Folge haben. Schwanken die Preise nur, wie beispielsweise bei Öl und anderen marktüblichen Produkten, bei denen

Die Europäische Zentralbank
Geldnoten sind im Prinzip nichts anderes als Schuldscheine. Wir vertrauen darauf, dass sie als Tauschmittel akzeptiert werden und einen Wert haben. Ein Vertrauen, das sich über Jahrhunderte herausgebildet hat. Im 17. Jahrhundert wurde die Amsterdamer Wisselbank gegründet, eine bedeutende Vorläuferin heutiger Zentralbanken. Hier konnten nur Geld "guter Qualität" eingezahlt werden und Amsterdamer Ka

Die Instrumente der Geldpolitik
Die Überzeugung, dass Inflation in erster Linie ein monetäres Problem sei, geht auf den Ökonomen Milton Friedman zurück, einem der bekanntesten Vertreter des Monetarismus. Mit ihrer Niedrigzinspolitik und ihren Ankaufprogrammen habe die EZB in den letzten Jahren eine Geldschwemme verursacht, die die Preise nach oben treibe, wird argumentiert. Die Zahlen zeigen jedoch: Angestiegen ist in den vergan

Die Folgen steigender Zinsen
Staaten müssen für das Geld, das sie in Form von Anleihen, aufnehmen, Zinsen bezahlen. Wenn Banken viele Staatsanleihen mit niedriger Verzinsung im Portfolio haben und bei steigenden Zinsen verkaufen müssen, weil die Kund:innen ihr Geld wollen, machen sie ein Minus-Geschäft. Das Ende der Niedrigzinsphase brachte auch Häuslbauer in Schwierigkeiten. Bei variablen Krediten liegen die Zinsen mittlerwe

Unser Geld - Trailer
Die Ö1 Redakteur:innen Juliane Nagiller und Till Koeppel beschäftigen sich mit Fragen rund um das Thema Geldpolitik.Produktion: ORF Wissen.











